Resolution der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern e. V. Selbsthilfe Demenz

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern e. V. Selbsthilfe Demenz und die
beigetretenen regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern fordern das Bayerische
Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention auf, sich mit Nachdruck gegenüber
der Bundesregierung und den Mitgliedern des Deutschen Bundestages dafür einzusetzen,
dass der vorliegende Gesetzentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) in wesentlichen
Punkten überarbeitet wird, um eine Verschlechterung der Versorgung von Menschen mit
Demenz und ihrer Angehörigen zu verhindern …..hier geht`s weiter

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gehören bereits heute zu den am stärksten
belasteten Gruppen in unserem Gesundheitssystem. Über viele Jahre hinweg leisten
Angehörige rund um die Uhr Pflege, Organisation, Begleitung und emotionale Unterstützung
– häufig bis an die Grenzen ihrer eigenen körperlichen, psychischen und finanziellen
Belastbarkeit.
Die geplanten Änderungen gefährden genau diese tragenden Säulen der häuslichen
Versorgung.
Wer den Zugang zu Pflegeleistungen erschwert, die Verhinderungspflege abschafft, die
Flexibilität des Entlastungsbetrages einschränkt und gleichzeitig die Absicherung pflegender
Angehöriger reduziert, entlastet das Pflegesystem nicht – sondern verlagert die Last auf
diejenigen, die bereits heute den größten Teil der Pflege leisten.
Für Menschen mit Demenz bedeutet dies konkret:

  • weniger Unterstützung im Alltag,
  • weniger Möglichkeiten zur Entlastung der Angehörigen,
  • ein höheres Risiko von Überforderung,
  • vermehrte Einweisung in Kliniken
  • und letztlich häufiger einen vermeidbaren Umzug in eine stationäre Einrichtung.
    Das widerspricht dem politischen Ziel, häusliche Pflege zu stärken und ein selbstbestimmtes
    Leben so lange wie möglich zu ermöglichen.
    Besonders kritisch sehen wir:
  • die geplante Erschwerung des Zugangs zu den Pflegegraden 1 bis 3,
  • den Wegfall der Verhinderungspflege,
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  • die Einschränkung der flexiblen Nutzung des bisherigen Entlastungsbetrages,
  • den Ausschluss von Menschen mit Pflegegrad 1 vom Sozialraumbudget,
  • die Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige,
  • sowie steigende Eigenanteile in stationären Einrichtungen.
    Diese Maßnahmen treffen ausgerechnet diejenigen, die bereits heute einen unverzichtbaren
    Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
    Pflegende Angehörige sind kein unbegrenzt belastbarer Ersatz für fehlende Leistungen der
    Pflegeversicherung.
    Jede Kürzung von Entlastungsangeboten führt zu mehr Erschöpfung, mehr Erkrankungen,
    mehr Pflegeabbrüchen und letztlich zu höheren Kosten für das gesamte Gesundheits- und
    Pflegesystem.
    Als Landesverband vertreten wir die Interessen von Menschen mit Demenz und ihren
    Angehörigen in ganz Bayern. Unsere regionalen Alzheimer Gesellschaften begleiten jeden
    Tag Familien, die trotz enormer Belastungen alles daransetzen, ihren Angehörigen ein Leben
    in Würde und vertrauter Umgebung zu ermöglichen.
    Diese Familien brauchen keine zusätzlichen Hürden.
  • Sie brauchen Sicherheit.
  • Sie brauchen Entlastung.
  • Sie brauchen eine Pflegepolitik, die ihre Lebensrealität kennt.
    Deshalb fordern wir:
  1. Keine Erschwerung des Zugangs zu Pflegeleistungen für Menschen mit Demenz.
  2. Den Erhalt der Verhinderungspflege als eigenständige und flexible
    Entlastungsleistung.
  3. Den Erhalt eines flexibel einsetzbaren Entlastungsbetrages – auch für Menschen
    mit Pflegegrad 1.
  4. Keine Kürzungen bei der sozialen Absicherung pflegender Angehöriger.
  5. Eine Demenzstrategie, die die besonderen Bedürfnisse kognitiv erkrankter
    Menschen ausdrücklich berücksichtigt.
  6. Eine verbindliche Beteiligung der Selbsthilfe- und Angehörigenverbände an der
    weiteren Ausgestaltung des Gesetzes.
    Unser Appell
  • Pflege ist keine Privatsache.
  • Demenz ist keine Randerscheinung.
  • Rund 1,84 Millionen Menschen mit Demenz und ihre Familien brauchen eine
    Pflegeversicherung, die trägt – nicht eine, die sich zurückzieht.
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    Wir appellieren an die Bundesregierung und an alle Mitglieder des Deutschen
    Bundestages:
  • Überarbeiten Sie den Gesetzentwurf.
  • Stärken Sie die häusliche Pflege.
  • Lassen Sie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen nicht im Stich.
    Ihre Ansprechpartner sind:
  • Bundestagsabgeordnete Ihres Wahlkreises HIER
  • Abgeordnetenwatch HIER
    oder Sie gehen direkt vor Ort ins Wahlkreisbüro
    Dieser Resolution sind folgende regionale Alzheimer Gesellschaften in Bayern beigetreten:

Alzheimer Regionalgesellschaft Hof/Wunsiedel e.V.

Offener Brief und Stellungnahme der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern e.V.

„Der verlorene Mann“

ein sehr berührend gespieltes und fast dokumentarisches Demenzdrama

Im Rahmen der Wochen der seelischen Gesundheit zeigt die Alzheimer Gesellschaft Regionalgruppe Hof/Wunsiedel e.V. mit Kooperationspartner der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz im Hofer Land am 19.10.26, 18.30 Uhr den deutschen Spielfilm von 2026 „Der verlorene Mann“ im Central Kino Hof, Altstadt 8.

Einlass ist ab 18.00 Uhr. Gäste können sich im Foyer zum Thema Demenz, Pflege und Senioren bei den Fachstellen für pflegende Angehörige, der Leitstelle Pflege Hofer Land und der regionalen Alzheimer Gesellschaft informieren. Landrat Dr. Oliver Bär begrüßt die Gäste, die sich auf einen Film des Regisseurs und Drehbuchautor Welf Reinhart freuen dürfen. Erzählt wird die Geschichte der Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und ihres Ehemanns Bernd (August Zirner), deren langjährige Ehe durch das unerwartete Auftauchen von Hannes früherem Mann Kurt (Harald Krassnitzer) durcheinandergerät. Aufgrund seiner Demenzerkrankung erinnert sich Kurt nicht daran, dass die Ehe längst geschieden ist – und bringt damit eine neue, zunächst belebende, später zunehmend herausfordernde Dynamik in das Leben des Paares. Im Anschluss an den Film wird ein kurzes Podiumsgespräch moderiert, um die vielfältigen Entlastungsangebote der regionalen Alzheimer Gesellschaft vorzustellen. Der Eintritt ist als einmalige Besonderheit in diesem Jahr frei, die Kosten trägt die regionale Alzheimer Gesellschaft. Daher sind im Vorfeld kein Vorverkauf und keine Reservierung möglich. Informationen erteilt Ute Hopperdietzel unter 09281/57500 oder

hopperdietzel@demenz-pflege-oberfranken.de

Muse Online Atelier

Liebe Netzwerkpartner,

wir möchten Sie auf das neue Angebot MUSE Online Atelier des Curatorium Altern gestalten www.alterngestalten.de bzw. www.dialogkulturdemenz.de

aufmerksam machen und Euch herzlich bitten, den beigefügten Flyer über Eure Newsletter, Verteiler und Netzwerke weiterzugeben.

Das MUSE Online Atelier ist ein digitales, präventiv ausgerichtetes Teilhabeangebot für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen. In kleinen Online-Gruppen entstehen kreative Auszeiten, Momente der Entspannung und gemeinsame Qualitätszeit im häuslichen Umfeld.

Das Angebot verbindet kreatives Gestalten, Stressreduktion und demenzsensible Begleitung. Ziel ist es, Menschen mit Demenz als aktiv gestaltende Personen anzusprechen, ihre Ressourcen zu stärken und Selbstwirksamkeit, Ausdruck und Teilhabe erfahrbar zu machen. Gleichzeitig sollen pflegende Angehörige entlastet werden: Die Kurse bieten einen geschützten Rahmen, in dem nicht Pflege, Organisation oder Belastung im Mittelpunkt stehen, sondern gemeinsames Erleben, Ruhe und Freude am Gestalten.

Die Kursreihen finden online über Zoom statt und umfassen jeweils sechs Termine à 90 Minuten. Die Gruppen bleiben bewusst klein, damit individuell auf die Teilnehmenden eingegangen werden kann. Künstlerische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Zum Einsatz kommen einfache kreative Methoden wie Zeichnen, Malen, Collage oder Mixed-Media sowie sanfte Übungen zur Entspannung und Stressreduktion. Alle Teilnehmenden erhalten im Vorfeld eine Atelier-Tasche mit Materialien und Anleitungen bequem per Post nach Hause. Zusätzlich gibt es vor Kursbeginn eine Technik-Einführung, um digitale Zugangshürden möglichst niedrig zu halten.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Demenz in der Häuslichkeit, pflegende Angehörige sowie Zugehörige, die gemeinsam als Tandem teilnehmen möchten. Es eignet sich auch für Menschen, die aufgrund von Mobilitätseinschränkungen, Pflegeverantwortung oder fehlendem Zugang zu Präsenzangeboten bisher schwer erreichbar sind.

Weitere Informationen sowie die direkte Anmeldemöglichkeit findet Ihr hier:

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr das Angebot in Euren Netzwerken verbreitet und interessierte Familien, Angehörige, Beratungsstellen, Ehrenamtliche oder Einrichtungen darauf aufmerksam macht.

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Ute Hopperdietzel
Fachstelle für Demenz und Pflege Oberfranken (Außenstelle)

Büro:

Landratsamt Hof / Leitstelle Pflege Hofer Land
Berliner Platz 3
95030 Hof
Telefon: 09281/57-500
Telefax: 09281/57-11500
hopperdietzel@demenz-pflege-oberfranken.de
www.demenz-pflege-oberfranken.de

Diese Fachstelle wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie durch die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassen­verbände in Bayern und durch die Private Pflegepflichtver­sicherung gefördert.

helfen mit musik e.V. – ROCKKONZERTE 2026!

PLEASE SAVE THE DAY – ROCKKONZERTE

Es geht wieder los: Wir starten in die neue Saison 2026!

• Am *15. Mai* findet unsere *Jahreshauptversammlung* ab 19 Uhr im *Soli-Heim* in Schwarzenbach statt.

• Am *16. Mai* findet dann ab 20 Uhr das zugehörige Konzert in der *Gaststätte LooP* mit der sensationellen Band *FOUR ONES GROOVIN* aus Kronach statt.
(Wir mussten diese beiden Veranstaltungen terminlich leider voneinander trennen.)

• Am *27. Juni* steigt ein „kleines“ Open Air im legendären *Steinbruch in Seulbitz* mit der AC/DC-Tribute-Band *JAXON RIDE* und *BULLETPROOF*

Unsere gesammelten Spenden gehen diese Saison an die *Alzheimergesellschaft Hof/Wunsiedel e.V.*, die sich dafür einsetzt, Menschen mit Demenz und deren Angehörige bestmöglich zu unterstützen. (https://alzheimer-hof-wunsiedel.net/)

Wir hoffen auf rege Teilnahme.
*Keep on rockin’* und Euch allen eine schönen Sonntag!

EUER VEREIN – HELFEN MIT MUSIK e.V.

Neu: Sportgruppe für Menschen mit Demenz und deren Angehörige in Wunsiedel

Seniors sitting in a circle outdoors exercising; banner says SENIOREN-SPORTGRUPPE - AKTIV MIT DEMENZ.
Foto: KI generiert “ Sportgruppe für Menschen mit Demenz

Liebe aktive Senioren,

wir haben eine Sportgruppe gezielt für Menschen mit Demenz in Begleitung ihrer Angehörigen in Leben gerufen. Wir haben aktuell 10 Teilnehmer und freuen uns über weitere Interessenten.

Wo: Mehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock

Wann: 1 x monatlich freitags 14:00 – 14:30, danach noch gemütliches Beisammensein und gegenseitiger Austausch

Terminkalender für die Sportgruppe

Hier finden Sie die Termine für unsere Sportgruppe für Menschen mit Demenz und deren Angehörige:

DatumUhrzeitVeranstaltungOrt
16. Januar 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
20. Februar 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
20. März 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
17. April 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
15. Mai 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
12. Juni 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
17. Juli 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
21. August 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock
18. September 202614:00 – 14:30Sportstunde für Menschen mit DemenzMehrgenerationenhaus Wunsiedel, 2. Stock

Verbindliches Anmeldung unter:

Mehrgenerationenhaus Wunsiedel; Breite Str. 4-6; 95632 Wunsiedel

Tel: 09232/1819989/ E-Mail: mgh@wunsiedel.de

Bitte füllen Sie das folgende Formular aus, um sich für die Sportgruppe „Aktiv mit Demenz“ anzumelden.

Name:


E-Mail-Adresse:


Telefonnummer:


Anzahl der Teilnehmer:


Bemerkungen oder spezielle Bedürfnisse:


Einverständniserklärung:
[ ] Ich stimme zu, dass meine Daten für die Organisation der Sportgruppe verarbeitet werden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Teilnehmer am Validationskurs in Oberkotzau
mit Referentin Fr. Link

Martha Link ist Schulungsreferentin der Alzheimer Gesellschaft Regionalgruppe Hof/Wunsiedel e.V. und Expertin der Validation – eine einfühlende Art der Kommunikation, um mit Menschen mit Demenz gut umgehen zu können. Jüngst organisierte die Regionalgruppe eine Schulung und lud die Leiterinnen der Fachstellen für pflegende Angehörige sowie Ehrenamtliche in den Gemeindesaal der St. Antonius Kirche in Oberkotzau ein.

Die Gruppe übte einen Tag lang Techniken der Validation, brachte eigene Fallbeispiele ein und fühlte sich im Wissen gestärkt, auch wenn die Gesprächsmethode sehr viel Übung braucht.

Frau Link erklärt: „Stellen Sie sich vor, ein Mann mit Demenz fängt an, seine Frau zu suchen, obwohl sie neben ihm sitzt. Wie schnell versucht man logisch zu erklären, dass die Ehefrau doch hier im Raum ist. Doch eine sachliche Diskussion macht die Situation eher aufwühlender. Die Gefühlswelt des Betroffenen verlangt eher nach anderem Verhalten. Besser ist es, Emotionen anzusprechen, die deutlich wahrnehmbar sind und in die Rolle einer anderen Person zu schlüpfen. Du vermisst Deine Frau sehr, nicht wahr. Sie ist dein Schatz, wäre eine Möglichkeit, validierend darauf einzugehen und z.B. ein gemeinsames Lieblingslied anzustimmen.

Besonders die geschulten Ehrenamtlichen waren begeistert und gehen nun mit neu gewonnener Siche